Versicherungsrecht

"Versicherungen sind Illusionen auf Raten," soll Levi Jizchak ben Meir von Beritschew (1740 -1810) gesagt haben.

Das Verkehrsrecht ist aus gutem Grund ein eigenständiges Rechtsgebiet. Doch greift es an vielen Stellen ins Versicherungsrecht hinein.

Offenkundig ist dies bei den klassischen Verkehrsunfällen zwischen Kraftfahrzeugen, wenn es um die Schadensregullierung über die Haftpflichtversicherung, Voll- bzw. Teilkasko geht. Dennoch gibt es knifflige Konstellationen wie den Regress (Alkohol, Fahrflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Versicherungsschutz). Eine orginelle Beosnderheit stellt die Bezinklausel dar.

Komplizierter wird es schon sobald Radfahrern, Fußgängern oder Kindern eine Teilschuld zugeschrieben wird. Dann kommt es darauf an, ob eine private Haftpflichtversicherung eintrittspflichtig ist. Sonst sind die u.U. enormen Kosten (auch Gesundheitskosten, Erwerbsschaden etc.) vom Unfallverursacher zu tragen. Für Geschädigten und Beschuldigten gilt es hier früh den Fachanwalt einzuschalten.

Auch bei Unfällen durch Verletzungen der Verkehrssicherungspflicht, gilt es die zuständige Haftpflichtversicherung zur Regulierung zu bewegen.

In der hundefreundlichen Stadt Berlin sehen wir zunehmend Fälle, in welchen Radfahrer oder Fußgänger durch Hunde zu Fall gebracht werden. Hier ist die Tierhalterversicherung eintrittspflichtig. Doch eine außergerichtliche Regulierung ist selten durchzusetzen, der Klageweg führt in diesen Fällen über den Hundehalter, der als Privatperson zu verklagen ist.

Werden Gebäude durch einen Unfall beschädigt, ist u.U. die Einbindung der Gebäudeversicherung des Geschädigten sinnvoll sein, um eine vollständige Reparatur zu gewährleisten.

Zunehmend wird die Korrespondenz mit den Sozialversicherungträgern (Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft, Kranken- und Rentenversicherung)  wichtig.

Eine Aufgabe des Geschädigten selbst unverzüglich nach einem Unfall ist es, seine private Unfallversicherung über den Unfall zu informieren.

Immer wichtiger für Mandanten:  die Versicherungsbedingungen Ihres Rechtsschutzversicherers.

Einige Verträge geben inzwischen nicht nur Selbstbehalte vor, schränken die Art der versichterten Fälle ein, sondern versuchen den Versicherungsnehmer in seiner Anwaltswahl einzuschränken. Diesbezüglich sollte sich jeder Versicherungsnehmer selbst überlegen, ob ein für eine Rechtsschutzversicherung tätiger Anwalt tatsächlich ein Interesse daran haben wird, dass ein teurer Klageweg zu Lasten seiner Auftraggebers (Rechtsschutzversicherung) beschritten wird...

Um Ihnen diesbezügliche Probleme zu ersparen, klären wir die Kostenübernahme mit Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Interviews zum Thema Versicherungsrecht:

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...der ist ganz und gar versichert...

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